Oper im Papiertheater

„Oper im Papiertheater“ - so lautet das Thema unserer neuen Ausstellung, die anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums ab Herbst in unseren Räumen zu sehen sein wird.

Dazu werden die bisher ausgestellten Miniaturbühnen weichen und Platz für die neuen Exponate machen. Der Zuschauerraum wird dann noch mehr als bisher ein „Opernraum“ sein. Die Auswahl der ausgestellten Opern richtet sich hierbei vor allem nach ihrer Popularität im 19. Jahrhundert. Bühnenbilder zu Opern von heute eher selten gespielten wie Giacomo Meyerbeers 'Robert der Teufel' oder 'Die Afrikanerin' nehmen deswegen einen größeren Raum ein. Aber natürlich dürfen auch Albert Lortzings 'Der Waffenschmied', Richard Wagners 'Lohengrin' und Gaetano Donizettis 'Die Regimentstochter' nicht fehlen.


Neues multimediales Ausstellungskonzept


Insgesamt zeigen wir in unserer Ausstellung etwa 30 Szenen mit Bühnenbildern und Figuren aus den populärsten Opern des 19. Jahrhunderts. Aber hierbei wollen wir natürlich keine Aneinanderreihung historischer Papiertheaterkulissen. Unser Name 'Multum in Parvo' steht ja nicht nur für ein Opernhaus, sondern auch für einen Verlag, der sich auf Papiertheater spezialisiert hat. Das Papiertheater des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist unserer Ansicht nach immer noch sehr lebendig und bietet gerade mit den heutigen technischen Möglichkeiten sogar noch mehr Möglichkeiten sich kreativ damit zu beschäftigen. So zeigen wir anhand eines Bühnenbildes aus der Oper „Ferdinand Cortez“ von Gaspare Spontini in einem kleinen Animationsfilm, wie das historische Ausgangsmaterial am Computer sukzessive verändert und für die eigene Inszenierung passend gemacht werden kann. Die historischen Möglichkeiten einer Bühnenbildneugestaltung werden dabei natürlich trotzdem nicht zu kurz kommen. Ein Bühnenbild besteht in dieser Tradition ja zunächst einmal aus einem Hintergrund und mehreren Gassen, dazu kommen Setzstücke, die sich beliebig für verschiedene Räume kombinieren lassen. Kleine begleitende Filme zeigen dem Ausstellungsbesucher, wie sich Motive verschiedener Verlage problemlos kombinieren lassen: ein Hintergrund verschwindet, und es entsteht ein ganz neuer Raum, Setzstücke werden ausgetauscht und ein weiteres neues Bühnenbild erscheint. Das fertige Bühnenbild kann dann sogar für eine ganz andere Oper verwendet werden. Beispielsweise lässt sich so der Wald mit der Waldschenke im „Freischütz“ in den Wald mit dem Haus von Rotkäppchens Großmutter für die gleichnamige Oper von Francois Adrien Boieldieu, dieser wiederum in ein Set für die „Regimentstochter“ von Gaetano Donizetti verwandeln.


In unseren eigenen Inszenierungen spielt das Licht immer eine ganz besonders wichtige Rolle. Erst durch das Licht beginnen das Bühnenbild und die Figuren zu leben. Fast fertig ist dieser kleine Begleitfilm, der anhand einer Szene aus dem III. Akt von Wagners „Lohengrin“ zeigt, wie ein Raum durch diese Magie des Lichts zum Leben erweckt wird.



Ausstellung in Zeiten von Corona – Bring your own device


Um das Ausstellungserlebnis für unsere Besucher zu diesen außergewöhnlichen Corona-Zeiten so „berührungslos“ wie möglich zu machen, lassen sich die begleitenden Filme und die Musikausschnitte vor dem jeweiligen Bühnenbild auf dem mitgebrachten eigenen Smartphone einspielen (Bring your own device!).

Die Ausstellungseröffnung ist für Herbst 2020 geplant. Über das genaue Datum werden wir Sie zeitnah informieren.

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