Ludwig van Beethoven: FIDELIO
Eine Oper über Liebe, Hoffnung und Freiheit
Beethovens einzige Oper als Musiktheatererlebnis des Multum in Parvo Opernhauses
Beethovens Fidelio ist eine der eindrucksvollsten Opern über die Kraft menschlicher Hoffnung.
Leonore gibt nicht auf, ihren entführten Mann Florestan zu finden. Verkleidet als Fidelio begibt sie sich auf die Suche nach ihm und riskiert alles, um ihn zu retten.
Während Florestan in einem dunklen Kerker seine Hoffnung bewahrt, kämpft Leonore gegen Ungewissheit und Gefahr. Am Ende stehen nicht Gewalt und Unterdrückung, sondern Liebe, Menschlichkeit und Freiheit.
Gerade diese Verbindung macht Fidelio so einzigartig: Die Oper erzählt gleichzeitig eine große Liebesgeschichte und eine Freiheitsoper.
Die Oper, die Dunkelheit und Licht verbindet
Die besondere Herausforderung des Fidelio liegt in seinem Gegensatz.
Ein großer Teil der Handlung spielt in der Enge eines Gefängnisses. Doch Beethovens Musik erzählt nicht von Hoffnungslosigkeit, sondern von innerer Stärke, Mut und der Sehnsucht nach Freiheit.
Die Inszenierung des Multum in Parvo macht diesen Weg sichtbar.
Die Geschichte beginnt bereits mit der Ouvertüre: Die Vorgeschichte von Florestans Entführung und Leonores Suche wird in Bildern erzählt. Aus dem Haus von Leonore und Florestan führt die Reise durch die Landschaften Spaniens bis zu jenem Gefängnis, in dem Florestan gefangen gehalten wird.
Erst danach beginnt die eigentliche Handlung der Oper.
Eine Opernwelt zwischen Bühne und Film
Die Inszenierung erzählt Fidelio wie eine filmische Reise durch verschiedene Räume und Landschaften.
Die Welt des Gefängnisses entsteht nicht aus einem einzigen Schauplatz. Unterschiedliche Bühnenbilder zeigen die verschiedenen Bereiche dieser abgeschlossenen Welt:
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das Umfeld von Florestans und Leonores Haus,
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das Gefängnis hoch oben im Gebirge,
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Roccos Räume,
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Pizarros Machtbereich,
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den Gefängnishof,
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die unterirdische Zisterne,
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den befreienden Blick ins Licht des Finales.
Rückprojektionen erweitern die Bühne und führen den Zuschauer durch die Geschichte. Kamerafahrten durch Landschaften, wechselnde Perspektiven und bewegte Bilder erzeugen den Eindruck, tatsächlich durch die Welt des Fidelio zu reisen.
Zwischen Himmel und Hölle
Eine der eindrucksvollsten Szenen der Inszenierung ist Florestans Kerkerarie.
Während Florestan von Hoffnung und Freiheit singt, öffnet sich die hinterste Wand des Gefängnisses und gibt den Blick auf das Gebirge frei. Die Kamera steigt in die Wolken hinauf, wo ein Engel erscheint und seinen Weg zum Gefängnis findet.
Dort angekommen, schließt sich die Welt wieder.
Der Engel – Leonore – wacht über Florestan.
Auch die unterirdische Zisterne, in der sich der zweite Akt entfaltet, verstärkt die beklemmende Atmosphäre. Lichtreflexionen des Wassers bewegen sich über den Boden und lassen den Eindruck eines feuchten, tief unter der Erde verborgenen Ortes entstehen.
Die Macht der Bilder
Eine besondere Stärke der Inszenierung sind die Rückprojektionen.
Die Landschaften und Kamerafahrten sind so gestaltet, dass der Eindruck entsteht, tatsächlich durch eine reale Welt zu reisen. Vordergrund und Hintergrund bewegen sich unterschiedlich schnell, Perspektiven verändern sich, und Räume öffnen sich.
Auch große Massenszenen werden auf kleinstem Raum möglich. Für das Finale wurde eine besondere Rillenkonstruktion entwickelt, mit der die Figuren Schritt für Schritt in Position gebracht werden können.
So entsteht ein lebendiges Opernbild, das weit über die Größe der Bühne hinausweist.
Eine besondere Herausforderung
Zum zehnjährigen Bestehen des Multum in Parvo wurden mit Verdis Il Trovatore und Beethovens Fidelio zwei große Opern bewusst in vollständiger musikalischer Fassung auf die Bühne gebracht.
Gerade Fidelio stellte dabei eine besondere Herausforderung dar. Die Oper lebt weniger von einer Vielzahl äußerer Ereignisse als von der Entwicklung ihrer Figuren und der Kraft ihrer Musik.
Die Inszenierung zeigt, dass auch eine große Oper über Liebe und Freiheit auf kleinstem Raum ihre volle Wirkung entfalten kann.
Entscheidend ist nicht die Größe der Bühne, sondern die Kraft der Geschichte.
Die Musik
Die Grundlage der Inszenierung bildet die Studioaufnahme von 1957 unter der Leitung von Ferenc Fricsay mit dem Bayerischen Staatsorchester München und dem Chor der Bayerischen Staatsoper München.
Mit Leonie Rysanek als Leonore, Ernst Haefliger als Florestan, Dietrich Fischer-Dieskau als Don Pizarro und Gottlob Frick als Rocco gehört diese Einspielung zu den bedeutenden Interpretationen des Werkes.
Die Oper wird in vollständiger musikalischer Fassung aufgeführt. Die Dialoge und Musik entsprechen der verwendeten Aufnahme.
Lediglich auf die später häufig zwischen Kerker-Szene und Finale eingefügte Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 wird verzichtet, da sie nicht Teil der ursprünglichen Dramaturgie Beethovens ist.
Große Oper über Freiheit auf kleinstem Raum
Fidelio zeigt eine besondere Seite des Multum in Parvo Opernhauses.
Nicht jede große Oper braucht eine große Bühne. Manchmal entsteht die größte Wirkung dort, wo ein Mensch in der Dunkelheit Hoffnung bewahrt.
Eine Oper über Liebe, Mut und Freiheit – erzählt auf kleinstem Raum.
Spanische Gastlichkeit
Zu Fidelio erwartet die Gäste ein spanisches Buffet oder alternativ ein Afternoon Tea.
Vorstellungen & Reservierung
Die Aufführung dauert ca. 116 Minuten.
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Termine 2026
Oktober
Freitag, 23. Oktober 2026 um 19 Uhr: Fidelio
Samstag, 24. Oktober 2026 um 19 Uhr: Fidelio
Sonntag, 25. Oktober 2026 um 11 Uhr (mit Mittagsbuffet): Fidelio
Termine 2027
März
Sonntag, 28. März 2027 um Uhr 14 Uhr (mit British Afternoon Tea): Fidelio - Ostersonntag
Juni
Freitag, 04. Juni 2027 um 19 Uhr: Fidelio
Samstag, 05. Juni 2027 um 19 Uhr: Fidelio
Sonntag, 06. Juni 2027 um 11 Uhr (mit Mittagsbuffet): Fidelio
November
Freitag, 19. November 2027 um 19 Uhr: Fidelio
Samstag, 20. November 2027 um 19 Uhr: Fidelio
Sonntag, 21. November 2027 um 11 Uhr (mit Mittagsbuffet): Fidelio






