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Grand Tour 2023

Söhne des europäischen Adels, später auch die des gehobenen Bürgertums begaben sich gerne auf Grand Tour. Diese Bildungsreisen führten sie durch ganz Europa.

Wir möchten Sie nun mitnehmen auf unsere ganz spezielle Grand Tour 2023, zu der wir natürlich nicht nur die Herren der Schöpfung, sondern auch die gesamte Damenwelt einladen.




Unsere Opernreise beginnt an einem für eine Grand Tour eher ungewöhnlichen, aber doch zu uns gut passenden Ort, in einem Wirtshaus. Dort herrscht munteres Treiben. Eine Schar Studenten nimmt Platz und wird sogleich mit Bier versorgt. Die Stimmung ist ausgelassen, als Hoffmann die Wirtsstube betritt und beginnt, von seinen Liebesabenteuern zu erzählen.

Die Besonderheit bei dieser Inszenierung von Jacques Offenbachs Phantastischer Oper „Hoffmanns Erzählungen“ ist das Konzept des Einheits-Bühnenbildes, das gleichzeitig einen Schauplatz-Wechsel ermöglicht.

Von Berlin aus geht’s weiter nach Venedig. „Ahs“ und „Ohs“ waren aus dem Publikum zu hören, wenn Giulietta auf einem Ballon auf die Bühne einschwebt oder mit einer beleuchteten Gondel wieder abfährt.

Unsere Tour bewegt sich nun wieder zurück über die Alpen nach München.

In Crespels dortigem Haus ereignet sich für Hoffmann eine überaus tragische Geschichte, lässt sich doch Antonia, Crespels Tochter, dazu hinreißen für Hoffmann zu singen, was unweigerlich ihren Tod bedeutet.


Von der großen Stadt geht die Opernreise im April weiter in die kargen Weiten der schottischen Highlands, dem Schauplatz von Verdis Shakespeare-Adaption „Macbeth“ – ein Meisterwerk randvoll mit überbordenden Gefühlen von Machtgier und Brutalität bis hin zu Wahnsinn und Verzweiflung. „Ganz großes Kino“ - so lautete das Fazit eines Gastes. Für Begeisterung sorgten insbesondere die Hintergrundvideos, auf denen bereits zu Beginn der Oper das Auftauchen der kargen schottischen Highlands und die im Hexenfeuer erscheinenden Geistererscheinungen eine enorme Sogwirkung entfalteten. Schon die bereits bei der Ouvertüre auftauchenden Hexen sorgten für einen schaurigen Gruseleffekt.



Auch im nahen Augsburg legten wir einen Halt auf unserer Operntour ein, denn da stand die Jubiläumsausstellung „Freunde des Augsburger Puppenspiels“ im Zeughaus auf dem Programm. Anlass war das 30-jährige Bestehen des gleichnamigen Vereins. Unser Exponat zeigte eine dramatische Hexenszene aus der Oper „Macbeth“. Die Ausstellung erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sie gleich noch um einen weiteren Monat verlängert wurde.


Für ein ganz besonderes Ereignis fuhren wir gerne noch einmal zurück nach München. Dieses Mal ging's in königliche Gefilde im Herzen der Landeshauptstadt in die Münchener Residenz, dem jahrhundertelangen Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Wer mehr über unseren dortigen Gastauftritt erfahren möchte, dem sei unser Blog-Beitrag ans Herz gelegt: Das kleinste Opernhaus zu Gast im größten Stadtschloss


Ins schöne Hohenschwangau sind wir nicht selbst gereist, sondern wir empfingen eine von dort kommende Schulklasse zum „Weihnachts-Special“ in Mering, wo ein Double-Feature, bestehend aus den Opern „Turandot“ und „Fliegender Holländer“, auf dem Programm stand. Intention des Lehrers war es, seinen Schülern der 11. Klasse die ganze Bandbreite der wunderbaren Welt der Oper anhand dieser beiden Werke nahe zu bringen.

Ein ambitioniertes Vorhaben nicht nur für die angereiste Deutsch-Klasse, sondern auch für uns, mussten wir doch in rekordverdächtigem Tempo von Puccini auf Wagner umbauen.


Und was hat es eigentlich mit St. Moritz auf sich?

„Besser als in St. Moritz“ - Mit diesen Worten verabschiedete sich kürzlich eine Dame, nachdem sie bei uns den Afternoon Tea genossen hatte.

Dieses Angebot erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. So werden bei einigen Gästen Erinnerungen an eigene England-Aufenthalte wach, andere verspüren einfach die Lust darauf, etwas Neues auszuprobieren. Die englische Tradition, zum Tee Herzhaftes mit Süßem zu kombinieren, halten viele für schlicht genial.

Auch im neuen Jahr stehen wieder zahlreiche sehr britische Opernveranstaltungen auf dem Programm: Spielplan 2024.


Was sonst noch in Mering so los war:


Ausbau unseres Programms an Opern in Originalsprache


Originalsprache bei Opern ja oder nein? Daran scheiden sich die Geistern. Nach langen Überlegungen entschieden wir uns für ein „sowohl – als auch“.

Das Modell-Projekt war die „Aida“ in italienischer Sprache. Alle Zuschauer, die ein Ticket erworben haben, erhalten bei dieser Oper einen Link zu einem digitalen Programmheft mit dem gekürzten deutschen Libretto und Bildern samt Einführungstexten aus unserer Inszenierung.

Dieses Konzept kam beim Publikum sehr gut an.

Bei „Macbeth“ und „Rigoletto“ gibt es seit Neuestem sogar zwei Fassungen: eine deutsche und eine italienische, die wir abwechselnd spielen.

So kann jeder Gast selbst entscheiden, was ihm lieber ist... und das ist uns natürlich am allerliebsten.


Feiern mit Oper – Unsere Privatveranstaltungen


Ob es das Bürgernetz, der Freizeitclub, die Belegschaft des Steuerberaters, der Alpenverein oder die Freunde des gemeinsamen Gesangs waren, alle fanden sie den Weg nach Mering, um hier ganz unter sich und doch gemeinsam eine Oper in unserem Theater zu genießen.

Danach gab's abgestimmt auf die individuellen Wünsche Buffet, Kaffee und Kuchen, Sekt mit Häppchen oder Afternoon Tea.

Auch haben wir uns sehr darüber gefreut, dass zahlreiche Jubilare mit ihren Geburtstagsgesellschaften bei uns feierten. Wer mehr Gäste hatte als unser Gastraum fassen konnte, kam halt auf zweimal: einmal mit der Familie und einmal mit den Freunden.


Adventliches


Erstmals gab's in der Vorweihnachtszeit auch Nachmittagsvorstellungen von „Hänsel und Gretel“ mit anschließendem Glühwein, Punsch und Lebkuchen. Dieses neue Angebot wurde insbesondere von Familien sehr gerne angenommen und findet auch im neuen Jahr seine Fortsetzung.

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